Oftmals gibt es, von einem auf den anderen Tag manche Medikamente nicht mehr, die zuvor Jahre lang erhältlich waren. Die Pharmaindustrie hat kein Interesse, diese ausreichend oder weiterhin zu produzieren, da finanziell unattraktiv, wenn die Schutzfrist (meist 20 Jahre) abgelaufen ist. Alternativen gibt es dann in manchen Fällen überhaupt nicht oder sind z.B. Laktosehaltig. Weitblick hätte hier der Gesundheitsminister haben müssen, hat er aber nicht.
Die Krankenversicherten müssen immer mehr Medikamente aus eigener Tasche bezahlen, zumindest versuchen viele (Haus)Ärzte, etliche Medikamente nur noch auf blauen/grünen Rezepten (muss vom Patient zu 100% bezahlt werden) auszustellen, die andere (Haus)Ärzte auf ganz normalen rosa Rezepten (max. 5,00 € Zuzahlungsgebühr) bzw. Gesundheitskarte ausstellen. Warum wird solch ein Verhalten dieser Ärzte nicht vom Gesundheitsminister unterbunden? Die Regeln wer was bezahlen muss und in welchem Fall sollten doch Bundeseinheitlich gleich sein.
Auch erlebte ich es persönlich, dass zwar mein Hausarzt mich ins DMP-Programm meiner Krankenkasse einschreiben lassen wollte, was der Hausarztpraxis eine weitere Vergütungspauschalen einbringt. So erhält ein Arzt allein für die Einschreibung in einem anerkannten Programm, wie DMP, COPD, etc., eine Vergütung, als auch eine jährliche Vergütungspauschale für die Dokumentation, die zwischen 50 - 120 EUR beträgt.
Die benötigten Medikamente zur Behandlung meiner Diabeteserkrankung, könne man mir aber nicht verschreiben, da diese angeblich das Budget der Praxis sprengen würde. Ich müsse hier zusätzlich zu einem Facharzt gehen.
Daraufhin habe ich verzichtet bei der Hausarztpraxis meine Diabeteserkrankung behandeln zu lassen, da ich ja nach deren Aussage eh zu einem Facharzt begeben muss, um dort die benötigten Medikamente verschrieben zu bekommen. Deshalb lasse ich nun alles in der Diabetespraxis alles machen, was mit der Erkrankung zu tun hat.
Besser fänd ich, wenn man schon in einer Hausarztpraxis die Teilnahme am DMP-Programm anbietet, dass dies auch die Verordnung der notwendigen Medikamente zwingend beinhaltet. Wer sich weigert, der sollte auch kein solches Programm anbieten dürfen.
Für alte Menschen, ist es immer mit einem Aufwand verbunden, 30 km hin und 30 km zurück zu fahren.
Seit 2026 ist dies auch mit erhöhten Kosten verbunden, da die Kraftstoffpreise deutlich gestiegen sind.
Ich ging daraufhin zu einer Diabetespraxis, die 30 km entfernt in Northeim liegt. Die behandelnde Diabetologin sagte mir, dass die Aussage des Hausarztes völlig falsch sei, dass diese Medikamente angeblich das Budget sprengen würden.